Do
03
Jun
2010
Ja, das ess' ich noch
Seien wir doch mal ehrlich: Menschen lieben Dinge, die schlecht für sie sind!
Es wird gesoffen, geraucht und besonders fettige Nahrungsmittel in sich hineingeschoben.
Natürlich ist sich jeder darüber im Klaren, dass es nicht das gesündeste ist, aber das interessiert uns wenig.
Viel wird dieser Umstand angeprangert, man solle sich doch ausgewogener ernähren.
Wenn man sein Essen selber kocht, anstatt auf Fertigfrass zurückzugreifen, würde man viel gesünder leben.
Von mir aus kann es jeder so halten, wie er will, aber ich werde nicht anfangen, meine Nahrung übermässig selber zuzubereiten.
Ich bin schon viel zu tief in diesem Strudel aus Tiefkühlfach und Mikrowelle gefangen, wenn ich meinem Körper mal etwas Gutes will,
taue ich mir mal etwas auf, das mehr als zwei Farben besitzt.
Ich bin ja eh der Typ, der sich gerne mal eine Tüte Chips aufreisst, nachdem er den Timer der Mikrowelle auf 90 Sekunden gestellt hat.
Doch nicht nur das, ich bin erst zufrieden, sobald sich genügend Es in meinem Objekt der gaumenfreud'schen Begierde befinden.
Ja, ich denke mir gerne neue Worte aus.
Ich finde einfach, es gibt viel zu wenig, um den wunderfabelichen Erzeugnissen deutscher Chemiekunst zu huldigen.
Gerade habe ich wieder etwas angefangen, was meinem Körper schadet, ich habe mir eine Zigarette angezündet, aber keine Sorge, ich werde sie nicht geniessen.
Ich werde sie nur benutzen, um die nächste anzuzünden.
Dieser Lebensstil – einige mögen es Lotterleben nennen – hat natürlich auch seine Schattenseiten.
Für Sport bin ich beispielsweise nicht geeignet.
Ich komme ja schon ausser Atem, während ich diesen Text hier schreibe.
Aber man kann ja nicht alles haben.
Die unzähligen Tage und Nächte vor dem PC zeichnen sich in meiner ausgeprägten Monitorbräune nieder – zumindest keine Bikinistreifen!
Immerhin nehme ich keine anderen Drogen.
Ich bin mittlerweile so aus der Form, wenn ich 'nen Trip haben will, steh ich einfach schnell vom Stuhl auf.
Aber so sind wir nunmal.
Mögen wir eine schlechte Sache, mögen wir meist mehrere.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand morgens um 4, betrunken, einen McDonalds, oder ein anderes Etablissement der gehobenen Klasse, betritt, um einen Salat zu bekommen.
Sowas passiert einfach nicht.
Aber McDonalds hat uns eh schon verraten.
McCafé, die erwähnten Salate, die neue Werbung mit dem Augenmerk auf "Frische", "Gesundheit", oder "Familienfreundlichkeit".
Es macht einfach keinen Spass mehr, dort zu essen, wenn man vor Augen geführt bekommt, dass es ja angeblich überhaupt nicht ungesund ist, sich dort seine tägliche Ration BicMäcs einzuverleiben – vorrausgesetzt natürlich, man nimmt 'ne Coke Light dazu.
Zum Glück gibt es noch Burger King, die sich ihrer Zielgruppe bewusst sind:
Fette Burger für Liebhaber von ungesundem Essen.
Und während ich so vor mich sinniere, kippt mir mein Glas Whiskey über die Tastatur und meine frisch gedrehte Kippe.
Scheisse.
Bis zum nächsten Mal...
Euer sinnierender ViniCent
